Donnerstag, 09.12.2010

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Der Skulpturenpark Waldfrieden ist ein Skulpturenpark des englischen Bildhauers Tony Cragg in Wuppertal.

Im Jahr 2006 erwarb Tony Cragg einen 15 Hektar großen verwilderten Privatpark mit der denkmalgeschützten Villa Waldfrieden am Rande des Christbuschs im Wuppertaler Wohnquartier Hesselnberg, dem ehemaligen Wohnsitz des 1989 verstorbenen Unternehmers Kurt Herberts, um dort in einem Skulpturenpark eigene Werke sowie die Werke anderer Künstler auszustellen. Zu sehen sind 19 Bronzen, Stahl- und Metall-Werke von Tony Cragg.

In einer neu errichteten Ausstellungshalle des Wuppertaler Architekten Rudolf Hoppe wurden bislang Werke von Eduardo Chillida, Mario Merz und Jean Dubuffet gezeigt, Werke von John Chamberlain sind ab September 2009 zu sehen.[1] Die Eröffnung des Parks fand im September 2008 statt.[2]

Als prominente Besucher konnten im Park der NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers sowie der Kulturstaatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff, in Anwesenheit des Wuppertaler Oberbürgermeisters Peter Jung, von Cragg im August 2009 empfangen werden.

Tony Cragg
Tony Cragg, der Sohn eines Elektroingenieurs, arbeitet nach dem Abitur zunächst als Praktikant bei einem biochemischen Forschungsunternehmen, bevor er sich der Kunst zuwendet. Er nimmt sein Studium am Gloucestershire College of Art and Design auf, besucht anschließend die Malklasse der Wimbledon School of Art, bevor er 1973 an das Royal College of Art in London wechselt.

Während seines Studiums verlagert sich Tony Craggs Interesse vom Malerischen zum Plastischen, so spannt er Netze aus geknoteten Kordeln über Alltagsgegenstände. Seine Bekanntschaft mit Konzept-Künstler Richard Long beeinflusst sein Schaffen in dieser Periode. Auf seinen „Erkundungsreisen“ durch die freie Natur und auf Deponien sammelt Tony Cragg Gegenstände, die ihm als Material und als Anregung für neue Arbeiten dienen: Zivilisationsmüll trifft auf natürliche Materialien.

1976 nimmt er einen Lehrauftrag an der Ecole des Beaux-Arts in Metz an. Ein Jahr später zieht er nach Wuppertal, das auch heute noch sein Wohnsitz ist. Zwei Jahre lebt er völlig zurückgezogen, um sich 1979 mit der Arbeit „New Stones, Newton’s Tones“ – einem Mosaik aus bunten, farblich geordneten und auf dem Boden ausgebreiteten Plastikstücken – in der Kunstszene zurückzumelden.

In den 80er Jahren ist er auf vielen bedeutenden internationalen Ausstellungen vertreten. So zum Beispiel auf der documenta 7 und 8 in Kassel und auf fünf Biennalen in Venedig, Sao Paulo und Sydney. Mitte der 1980er Jahre zeichnet sich erneut eine Wende in Tony Craggs Werk ab: Objekte der Plastikära werden durch raumgreifende Bronzeplastiken ersetzt. 1988 erhielt er den Turner-Preis. Seit Ende der 1980er Jahre widmet sich Tony Cragg auch der Zeichnung.

Ab 1979 lehrte er an der Kunstakademie Düsseldorf, seit 1988 als Professor, um im Jahr 2001 als Professor für Bildhauerei an der Hochschule der Künste in Berlin zu beginnen. Seit 1994 ist er Mitglied an der Royal Academy of Arts, London, und seit 2002 Mitglied der Akademie der Künste, Berlin. Außerdem wurde er im selben Jahr in den Stand eines Commander of the British Empire (CBE) erhoben. Nachdem er bisher als Prorektor der Kunstakademie Düsseldorf fungierte, löste er im Jahr 2009 Professor Markus Lüpertz als Rektor ab.

 
 
 
 

 
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