Donnerstag, 09.12.2010

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EisenbahnUbarmen
Ein alter Zug fährt in Unterbarmen ein. Foto: Privat

Bei der Eröffnung der Bahnstrecke Elberfeld–Dortmund, der Stammstrecke der Bergisch-Märkischen Eisenbahn-Gesellschaft, gab es den Bahnhof noch nicht, er wurde erst später gebaut und unter dem Namen Unterbarmen BM 1880 eröffnet. Er sollte das westliche Gebiet der damals selbstständigen Stadt Barmen erschließen. Er wurde etwas später als der Bahnhof Unter-Barmen Rh (später Bahnhof Wuppertal-Loh) auf der Konkurrenz-Strecke der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft gebaut.

Der Bahnhof war als Durchgangsbahnhof mit zwei Fernverkehrs- und zwei Nahverkehrsgleisen konzipiert. Ein weiteres fünftes Gleis stellte eine Pendel-Verbindung zum Bahnhof Barmen dar und wurde für den Rangierbetrieb genutzt, ohne die Fernverkehrs- oder Nahverkehrsgleise zu blockieren. In der Nähe des Bahnhofes befanden sich die Firmen Rittershaus & Blecher GmbH (heute die Christian-Morgenstern-Schule) und die Wicküler-Brauerei. So wurde ein großer Teil des Verkehrs am Bahnhof mit Frachtgütern abgewickelt.

1897 wurde unter Leitung der Preußischen Staatseisenbahnen der Bahnhof nach Barmen-Unterbarmen umbenannt. Eine weitere Umbenennung gab es 1930 nach Unterbarmen und 1950 nach Wuppertal-Unterbarmen. Zwei Stellwerksgebäude wurden 1978 niedergelegt.

Heutige Nutzung

Nach der Einrichtung der S-Bahn-Linie S 8 der S-Bahn Rhein-Ruhr zum Mai 1988 wurden die Weichen des Bahnhofs an der Fernbahnstrecke entfernt. Er liegt daher ausschließlich an der S-Bahn-Strecke und wird nur noch als S-Bahn- und Regionalbahn-Halt genutzt. Neben der S 8 von Mönchengladbach Hbf nach Hagen Hbf (mit Verlängerung nach Dortmund Hbf) hält hier die Regionalbahn Der Müngstener (RB 47). Der Zugang zu den ehemaligen Fernbahnsteigen wurde zurückgebaut und die Bahnsteige sind selbst komplett abgebaut, allerdings befinden sich die Fernbahngleise immer noch in derselben Lage, so dass im Bereich des Haltepunkts der Gleisabstand wesentlich größer ist als üblich.

Das Empfangsgebäude, das am Bahndamm gebaut ist, dient heute lediglich als westlicher Zugang zu den Bahnsteigen der S-Bahnlinie. Ein östlicher Zugang zu den Bahnsteigen befindet sich an einer Fußgänger-Überführung über die Bahnstrecke. Zwei Park-and-ride-Parkplätze befinden sich am Bahnhof, der größere südwestlich des Bahnsteigs. Ein barrierefreier Zugang zum Bahnsteig besteht aber nur vom kleineren Parkplatz am Empfangsgebäude.

Trotz einer Modernisierung im Jahr 2003 befindet sich das Empfangsgebäude in schlechtem Zustand. Ein Gastronomiebetrieb, der hier ansässig war, schloss im November 2004 aufgrund der schlechten Bausubstanz seinen Sitz und eröffnete im August 2005 seinen neuen Standort in Elberfeld.


 
 
 
 

 
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